Gesellschafterwechsel

Wann kommt es zu einer Veränderung in der Gesellschafterstruktur? Es wird sich entweder um einen Gesellschafterwechsel, einen Austritt oder eine Aufnahme eines weiteren Arztes drehen.

Damit es eine saubere Trennung zwischen der alten und der neuen Gesellschaft gibt, ist eine Praxisbewertung notwendig. Klare Verhältnisse und eine objektive Beurteilung helfen, dass solch eine Veränderung auch ohne Streit ausgehen kann.

Austritt eines Gesellschafters

Möchte ein Partner aus der gemeinsamen Praxis ausscheiden, ist meistens eine Praxisbewertung erforderlich.

Während der Ausscheidende an einem möglichst hohen Verkaufspreis seines Anteils interessiert ist, möchte der Käufer den begehrten Anteil so günstig wie möglich erstehen. Es stellt sich somit die Frage: Wie viel ist der Anteil tatsächlich wert?

Im Falle des Ausscheidens eines Partners geht es vor allem darum, den materiellen und immateriellen Wert der Praxis zu ermitteln und Annahmen über die weitere Entwicklung zu treffen.

Aufnahme eines neuen Gesellschafters

Nicht weniger selten gibt es die Ausgangslage, dass eine bestehende Berufsausübungsgemeinschaft einen neuen Partner aufnehmen möchte.

Das Ziel bei der Aufnahme eines weiteren Gesellschafters ist häufig, eine weitere kassenärztliche Zulassung einzugliedern und mehr Privatpatienten zu behandeln. Das Umsatzvolumen wird sich durch diese Maßnahme höchstwahrscheinlich erhöhen und damit auch die Möglichkeit höherer Gewinne.

Praxisbewertung

Deutlich wird, dass es sowohl bei dem Austritt als auch bei der Aufnahme eines Gesellschafters zwingend notwendig ist, den Wert der Praxis zu kennen.

Zur Ermittlung des Kauf- bzw. Verkaufspreises finden sich in der Praxis verschiedene Bewertungsmethoden. Unabhängig von der Art des gewählten Bewertungsverfahrens setzt sich der Wert der Praxis aus dem Praxissubstanzwert und dem sogenannten Goodwill (ideeller Wert der Praxis) zusammen.