Versorgungszentrum (MVZ)

Seit der Gesundheitsreform 2004 ist es Ärzten, Zahnärzten und anderen Leistungserbringern erlaubt, sich zu einem medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) zusammenzuschließen. Die Vorteile einer ambulanten Versorgung der Patienten in einem MVZ sind dabei offensichtlich: Die Patienten werden durch die Ärzte fachübergreifend und unter einem Dach behandelt. Zudem können die Mediziner als Vertragsärzte oder Angestellte das Risiko der Selbstständigkeit umgehen.

Fachgruppengleiche MVZ

Nachdem in 2015 im Sozialgesetz nun auch fachgruppengleiche Versorgungszentren zugelassen wurden, bietet das MVZ eine neue Möglichkeit der Organisationsform. Es können sich so mehrere Ärzte desselben Fachgebietes außerhalb der bekannten Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) zusammenschließen. Selbst Zahnärzten ist nun der Weg in ein MVZ geebnet.

Während Einzelpraxen und Berufsausübungsgemeinschaften irgendwann an ihre Wachstumsgrenzen stoßen, bietet die MVZ-Lösung vor allem im Bereich der Anstellungsverhältnisse flexiblere Möglichkeiten.

Rechtsformen eines MVZ

Generell können Sie für Ihr medizinisches Versorgungszentrum verschiedene Rechtsformen wählen. Denkbar sind dabei eine Personengesellschaft, eine eingetragene Genossenschaft sowie die GmbH als Kapitalgesellschaft. Es besteht sogar die Möglichkeit, mit einer Ein-Mann-GmbH ein MVZ zu gründen.

Von der Berufsausübungsgemeinschaft zum Versorgungszentrum

Generell kann nun jede BAG – egal, ob es Haus-, Fach- oder Zahnärzte bzw. Psychotherapeuten sind – sich als MVZ zulassen. Damit ist auch ein Wechsel der Gesellschaftsform zu einer GmbH möglich.

Zahnarzt-MVZ

Besonders die Zahnärzte, die weiter wachsen wollen, können von dieser neuen Möglichkeit profitieren. Die Pflicht der persönlichen Leistungserbringung begrenzt die Möglichkeiten einer Einzelpraxis oder einer Berufsausübungsgemeinschaft.