Geschenke an Geschäftspartner und Mitarbeiter

Geschenkt ist nicht geschenkt. Geschenke an Geschäftspartner und Mitarbeiter unterliegen besonderen Aufzeichnungspflichten und verschiedenen Freigrenzen. Damit Ihr Beschenkter am Ende nicht noch für das Geschenk Steuern zahlen muss, sollten Sie einige Dinge beachten.

Wann liegt steuerrechtlich ein Geschenk vor?

Die Definition orientiert sich am Begriff der Schenkung. Ein Geschenk ist demnach unentgeltlich, es war im Besitz des Schenkenden und bereichert den Empfänger. Als Betriebsausgabe darf ein Geschenk nur dann angesetzt werden, wenn es einen betrieblichen Anlass dazu gibt.

Wie teuer dürfen Geschenke sein?

Geschenke an Geschäftspartner dürfen 35,00 EUR pro Jahr und Empfänger nicht übersteigen. Wird diese Grenze überschritten, sind sämtliche Geschenke an diese Person keine Betriebsausgabe. Bei Vorsteuerabzugsberechtigten gilt diese Freigrenze für den Nettobetrag, bei allen anderen für den Bruttobetrag.

Aufmerksamkeiten an Arbeitnehmer dürfen nicht teurer als 60,00 EUR brutto im Jahr sein.

Welche Aufzeichnungen sind in der Buchführung wichtig?

Die Aufwendungen für Geschenke müssen einzeln und getrennt von den sonstigen Betriebsausgaben aufgezeichnet werden. Die Belege müssen Sie dabei zeitnah und fortlaufend erfassen bzw. erfassen lassen. Außerdem müssen Sie den jeweiligen Empfänger dokumentieren.

Wie werden Geschenke beim Empfänger behandelt?

Wenn Sie als Unternehmer die Geschenke pauschal versteuern, passiert gar nichts. Sollten Sie das jedoch vergessen, gelten die Geschenke für den empfangenden Unternehmer als Betriebseinnahme und müssen versteuert werden.

Streugeschenke (mit einem Wert unter 10,00 EUR) an Geschäftspartner sowie Aufmerksamkeiten an Arbeitnehmer (unter einem Gesamtwert von 60,00 EUR) müssen nicht pauschal versteuert werden.

Hinweis: Das Steuerrecht ändert sich immer wieder rasant. Daher möchten wir Sie bitten, uns für eine verbindliche Auskunft zu Ihrem speziellen Fall noch einmal gesondert zu kontaktieren.