Familiengesellschaft

Im Rahmen der Vermögensnachfolge hört man immer wieder von sogenannten Familiengesellschaften. Die Familiengesellschaft oder auch Familienholding bündelt das Vermögen der Familie und soll dieses dauerhaft erhalten.

Eine Familienholding ist somit ausschließlich vermögensverwaltend tätig. Das Familienvermögen soll hierdurch flexibel verwaltet werden können und langfristig erhalten bleiben. Die Familiengesellschaft tritt entweder in Form einer Personengesellschaft (GbR oder KG) oder oftmals auch als Kapitalgesellschaft (GmbH) bzw. als Mischform (GmbH & Co.KG) auf.

Die gesetzliche Erbfolge

Doch was bringt Ihnen eine Familienholding genau? In erster Linie steuerliche Vorteile. Doch daneben hilft die Familiengesellschaft bei der zivilrechtlichen Ausgestaltung im Rahmen der Nachfolgegestaltung.

Nehmen wir an, Sie sind verheiratet und haben zwei Kinder. Sie besitzen sowohl Immobilien- als auch Barvermögen. Sind vorab keine testamentarischen Regelungen vorgenommen worden, gibt es nach Ihrem Ableben keine Möglichkeiten mehr, etwaige Gestaltungsmöglichkeiten auszunutzen. Auch befindet sich der schützenswerte überlebende Ehegatte in der ständigen Gefahr, dass eines der Kinder die Teilungsversteigerung einleitet, um die Gemeinschaft aufzulösen und das Vermögen zu zerschlagen.

Doch auch eine testamentarische Regelung schützt die Hinterbliebenen nicht in jedem Fall. Vor allem dann nicht, wenn das Testament nicht eindeutig genug formuliert ist, besteht die Gefahr, dass der letzte Wille durch Auslegung festzustellen ist. Dies ist dann in der Regel nicht für jeden Beteiligten von Vorteil.

Die Familiengesellschaft

Diese familieninternen Streitigkeiten können Sie durch eine Familiengesellschaft vermeiden. Im Gegensatz zu einem Testament, welches einseitig durch den Erblasser verfasst wird, beruht die Familiengesellschaft auf einem Gesellschaftsvertrag. Dieser wird von allen Beteiligten einheitlich verfasst, sodass die Interessen im Vorfeld gemeinsam geklärt und Kompromisse gefunden werden können. Für den Fall, dass zu einem späteren Zeitpunkt wider Erwarten Auseinandersetzungsbegehren geltend gemacht werden sollten, kann diesen durch entsprechende Abfindungsregelungen im Gesellschaftsvertrag begegnet werden.

Selbstverständlich gibt es darüber hinaus viele weitere Vorteile. Sprechen Sie uns daher an.